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6. October 2011, 21:42 Uhr Alter: 228 Tage

Ratingagentur stuft Stromanbieter E.ON ab

Von: Deian I.

Nicht nur verschuldete Länder geraten durch die großen Ratingagenturen ins Schwitzen, nun wird auch die Bonität großer Unternehmen bewertet. Das neuste Opfer ist der größte Energiekonzern Deutschlands, E.ON, der nun herabgestuft wurde.



Für den Stromkonzern bedeutet das Rating, das am Mittwoch von der Ratingagentur Moody's ausgestellt wurde, verheerende Konsequenzen. Während Deutschlands größter Energiekonzern bisher die Stufe A2/Prime-1 erhielt, wurde das Rating nun auf A3/Prime-2 abgestuft. Laut Moody's ist der Grund fr die Abstufung das schlechte Ergebnis des Unternehmens, welches durch niedrige Strompreise und den Atomausstieg beeinflusst wurde. Die Kosten für die Stilllegung der Atomkraftwerke sowie die Brennelementesteuer sind weitere Faktoren, so die Ratingagentur. Der Ausblick weiterer Ratings des Energiekonzerns sei laut Moody's allerdings stabil, wobei in naher Zukunft keine Verbesserung zu erwarten sei.



E.ON sieht das neue Rating eher gelassen. Nach Angaben des Konzerns liege auch das neue A3-Rating noch in der angestrebten Bonitätseinstufung des Unternehmens. Deutschlands größter Energieversorger ist nicht das einzige Unternehmen mit einer schlechteren Einstufung. Im Juli dieses Jahres wurde der Stromanbieter und Konkurrent E.ONs RWE von Moody's auf das Rating A3 vom ehemaligen Rating A2 heruntergestuft. Die Begründung für die Abwertung ist identisch mit den Faktoren für die Herabstufung von E.ON.



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