Russland will Italien bei Aufbau der Atomkraft unterstützen
Von: Deian I.Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat Italien sowohl finanzielle als auch technologische Unterstützung bei dem Wiedereintritt in die Atomenergie versprochen. Demnach ist Russland bereit, nukleares Brennmaterial zu liefern und atomare Abfälle zur Bearbeitung zu übernehmen. Es wird eine russische Kooperation zur Verfügung stehen, wenn die italienischen Projekte für den Aufbau der Atomkraftwerke in Italien starten.
Diese Meldung machte Putin am Montag im norditalienischen Lesmo bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Silvio Berlusconi. Italien stieg 1987, ein Jahr nach der Katastrophe im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl, aus der Atomkraftwerk aus. Im Juli vergangenen Jahres wurde die Mehrheit des konservativen Ministerpräsidenten die gesetzliche Basis für den Bau neuer Kraftwerke durchgesetzt. Bis 2030 will Italien ein Viertel des Stroms aus Kernkraft beziehen. Darüberhinaus wird für das Jahr 2013 der Baubeginn des ersten Europäischen Druckwasserreaktors geplant. Bei dem Treffen am Montag ging es neben dem Thema Strom auch um Gas. Laut Berlusconi werden die Bauarbeiten an der Gaspipeline South Stream spätestens Anfang 2012 beginnen. Putin sagte, dass sich der französische Energiekonzern "Electricité de France SA" mit 25 Prozent an dem Projekt beteiligen will. Bisher wird das Projekt von der italienischen Eni und dem russischen Gasmonopolisten Gazprom geplant. Die beiden Unternehmen haben einem französischen Einstieg in den vergangenen Monaten zwar zugestimmt, jedoch war von lediglich 10 bis 20 Prozet die Rede.
Die Gaspipline wird von Beregowaja an der östlichen Schwarzmeerküste durch das Schwarze Meer bis nach Bulgarien und von dort aus auf zwei Wegen nach Ungarn und Österreich sowie Griechenland und Italien führen. Zunächst soll die Kapazität der Pipeline bei 31 und später bei 63 Milliarden Kubikmetern pro Jahr liegen. Bereits 2013 sollen die ersten Lieferungen gemacht werden.
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