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6. September 2011, 21:40 Uhr Alter: 258 Tage

RWE auf dem Weg zur Energiewende

Von: Deian I.

Der Energieerzeuger RWE will die gigantischen Gruben und Abraumhalden des rheinischen Braunkohlentagebaus dazu nutzen, um in Zukunft Energie aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Auf den bis zu 100 Meter hohen Halden will RWE in naher Zukunft Windparks errichten.



Am Montag teilte der Energiekonzern seine Pläne zur Nutzung des Braunkohletagebaus mit. Neben Windparks sollen die landwirtschaftlichen Abfallerzeugnisse, die bei der Rekultivierung der Tagebaugruben anfallen, für die Produktion von Biogas genutzt werden.



Für Umweltschützer ist das Rheinische Revier bisher nur ein Gelände, das schmutzigen Strom aus Braunkohle erzeugt. Dies könnte sich bald ändern, denn RWE will im Zuge der Energiewende seine Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien massiv ausbauen. Allein im Bundesland Nordrhein-Westfalen sollen die Kapazitäten in den kommenden 3 Jahren verdreifacht werden.



Für RWE hat der Bau von Windkraftanlagen in dem alten Tagebaugebiet mehrere Vorteile. Da die Gegend sehr rar besiedelt ist, wird mit keinen Bürgerprotesten gerechnet. Nach Angaben von dem Chef der Kraftwerkstochter RWE Power, Johannes Lamertz, will der Konzern moderne, fast 200 Meter hohe Windräder der Drei-Megawatt-Klasse installieren, die einen Abstand von 700 Metern zum nächsten Gebäude einhalten müssen.



Nicht nur die Entfernung zu den Anwohnern ist praktisch für den Energiekonzern, denn nach Angaben von Lamertz "steigt der Ertrag einer Windkraftanlage steigt mit jedem Meter Höhe um ein Prozent". Die Kapazität aller Windkraftanlagen im Rheinischen Revier soll bis zu 200 Megawatt erreichen.



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