RWE Dea will Produktion bis 2015 verdoppeln
Von: Deian I.Vorstandschef Thomas Rappuhn kündigte am Mittwoch in Hamburg an, dass der Erdöl- und Erdgasförderer RWE Dea seine Produktion bis 2015 verdoppeln will. Dies wurde trotz des schwachen Geschäftsjahres 2009 angekündigt. Der Überschuss betrug, im Gegensatz zu den starken Jahren zuvor, nur noch 54 Millionen Euro. 2009 betrug der Überschuss 280 Millionen Euro. Auch der Umsatz sank um 25,6 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Als Grund für den einbrechenden Umsatz nannte Vorstand Lutz-Michael Liebau die krisenbedingten Preise sowie die Nachfragerückgänge bei Gas und Öl.
Die Erdgas Produktion verringerte sich um 12 Prozent auf nur noch 2,9 Milliarden Kubikmeter. Ein ähnliches Schicksal traf auch das Erdöl, die Förderung ging um 7 Prozent auf 2,3 Millionen Kubikmeter zurück. Das Hamburger Unternehmen hat nach Angaben von Rappuhns in den vergangenen Jahren viel Geld in die Erkundung und Erschließung neuer Lagerstätten investiert. Darüberhinaus wurden die Aktivitäten in den Ländern Norwegen, Deutschland, Ägypten oder Libyen verstärkt. Dazu kamen neue Gebiete in Turkmenistan oder Aserbaidschan. Laut dem Unternehmenschef sichern die anstehenden Projekte den zukünftigen Gewinnzuwachs. So strebt das Unternehmen ein Ergebnis von 900 Millionen Euro im Jahr 2013 an.
Laut Angaben verfügte RWE Dea im Jahr 2009 über höhere Erdöl- und Erdgasreserven und nachgewiesene Ressourcen als 2008. Die Ressourcen stiegen insgesamt um 7,2 Prozent auf gut 223 Millionen Kubikmeter Öläquivalente (OE). Die Einheit OE wird benutzt, um den unterschiedlichen Energiegehalt verschiedener Energieträger zu berücksichtigen. Wegen des geplanten Wachstums der Unternehmens kündigte Rappuhn an, weitere Mitarbeiter einzustellen. Von 2008 bis 2009 hatte RWE Dea bereits seine Belegschaft um 12 Prozent auf 1278 Vollzeitstellen vergrößert.
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