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15. April 2010, 11:31 Uhr Alter: 2 Jahre

RWE: Keine Preisentlastung für deutsche Stromkunden

Von: Deian I.

Der zweitgrößte Energiekonzern RWE geht von langfristig steigenden Strompreisen aus. Jürgen Großmann, RWE-Vorstandsvorsitzender, erklärte am Mittwoch im niedersächsischen Lingen, dass die Preise zwar kurzfristig sinken, aber langfristig die Energie teurer wird.

 

Der Finanzvorstand des größten deutschen Energieversorgers E.ON, Marcus Schenck, hatt am Wochenende in einem Interview sinkende Preise angekündigt und als Grund dafür die niedrigeren Großhandelspreise angegeben. Großmann ist nicht mit dieser Argumentation einverstanden, denn es gibt erzeugungsabhängige Nebenkosten des Strompreises wie zum Beispiel die Umlage für erneuerbare Energien. Laut RWE würde die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke den Preisanstieg maximal bremsen. Laut Johannes Lambertz, Vorstandsvorsitzender der RWE-Erzeugungssparte werden die längeren Laufzeiten langfristig die Preise nicht senken, sondern deren Anstieg verhindern.

 

Die großen Energieversorger müssen derzeit nicht befürchten, dass sich das Bundeskartellamt für einen stärken Wettbewerb einsetzt. Die Energiebranche ist nicht von den von der Bundesregierung geplanten Gesetzen gegen Wettbewerbsbeschränkungen betroffen, sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, in Berlin. Laut Mundt haben die deutschen Energiekonzerne im Vergleich zu anderen, staatlich dominierten Versorgen in Europa eine akzeptable Größe. Energiekonzerne dieser Größe könnte angesichts des zusammenwachsenden europäischen Energiemarktes ein Vorteil sein.

 

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