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23. November 2011, 23:41 Uhr Alter: 180 Tage

RWE: Klage gegen Atomausstieg wird in Erwägung gezogen

Von: Deian I.

Der Atomausstieg ist vielen Energieversorgern nach wie vor ein Dorn im Auge, welches die Unternehmen viel Geld kosten wird. Wie das Vorstandsmitglied Gerd Jäger am Montag in Biblis verkündete, prüft der Energiekonzern RWE derzeit eine Klage gegen das Atomausstiegs-Gesetz.



Wie Jäger erklärte, akzeptiere man bei RWE die Entscheidung der Bundesregierung, jedoch bestehe dennoch das Recht, rechtlich gegen den Verlust, der durch den Atomausstieg entsteht, vorzugehen. Dies begründet der Energiekonzern damit, dass RWE Millionen investiert habe, damit das Atomkraftwerk Biblis den geforderten Sicherheitsstandards entspricht. In den kommenden Wochen wird eine Entscheidung bezüglich der Klage fallen.



Wie Jäger in Biblis verkündete, soll in den kommenden Monaten darüber hinaus entschieden werden, wie der Rückbau des AKWs Biblis verlaufen wird. Anlässlich der 64. Kraftwerksgespräche am Standort Biblis sagte der Vorstand der RWE Power, dass derzeit intensiv an einer Lösung gearbeitet wird. In der Diskussion werden mehrere Konzepte vergleichen. Eine Möglichkeit wäre ein schneller Rückbau über die kommenden Jahre. Ebenfalls möglich sei es, ein Teil der radioaktiven Elemente im Kraftwerk Biblis zu versiegeln. Der Rückbau würde somit erst später ausgeführt werden. Nach Angaben von Jäger hängt die letztendliche Entscheidung von zwei Kriterien ab: Wie hoch die Lagerungskapazitäten für radioaktive Stoffe sind und ob ein funktionstüchtiges Endlager zur Verfügung stehen wird.



Derweilen verkündet RWE, dass der Personalabbau eine beschlossene Sache sei. Der Leiter des Kraftwerks Biblis, Hartmut Lauer, sagte, dass der Energieversorger vor enormen Herausforderungen für den Standort und seiner Belegschaft stünde. RWE wird zwar alle Optionen sorgfältig prüfen, jedoch sei bereits klar, dass man sich von zahlreichen Mitarbeitern trennen muss. Mehrere Verträge mit Partnerfirmen wurden bereits gekündigt. Von den insgesamt 300 Mitarbeitern der Partnerfirmen werden noch in diesem Jahr 250 Personen entlassen. Für die 700 RWE-Mitarbeiter in Biblis werden derzeit sozialverträgliche Lösungen gesucht, während die Lehrlinge noch bis mindestens 2013 ausgebildet werden.



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