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5. July 2011, 20:15 Uhr Alter: 321 Tage

RWE steigt in niederländisches Atomkraftwerk ein

Von: Deian I.

Der zweitgrößte Stromversorger Deutschlands, RWE, ist kurz davor in die niederländische Atomstromerzeugung einzusteigen. Eigenen Angaben zufolge hat das Essener Unternehmen und der Versorger Delta weitere Vereinbarungen getroffen, um 30 Prozent der Anteile am AKW Borssele zu übernehmen.



Nach Angaben einer RWE-Sprecherin am Dienstag wurden die Pläne zum Kauf der Anteile unterzeichnet und von den Behörden gab es ebenfalls das grüne Licht. Nun steht nur noch das sogenannte Closing, also der Abschluss, aus.



RWE muss für die 30-prozentigen Anteile rund 600 Millionen EUR auf den Tisch legen. Derzeit bleibt allerdings offen, ob sich RWE auch am Bau von Borssele II sowie an einer Partnerschaft mit E.ON, Atommeiler in Großbritannien zu bauen, beteiligen will.



RWE wollte bereits 2009 mit der Übernahme des niederländischen Versorgers Essent dessen Anteile in Höhe von 50 Prozent an Borssele übernehmen. Damals klagte Delta, das von 19 Städten und 3 Provinzen im Besitz ist, gegen eine Übernahme des deutschen Energieversorgers geklagt.



Nach dem neuen Geschäftsvertrag erhält RWE nun 30 und Delta 20 Prozent. Borssele ist der bisher einzige kommerzielle Meiler in den Niederlanden. Er liegt an der Nordsee im Süden des Landes rund 200 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Trotz der jüngsten Ereignisse in Fukushima setzen die Niederländer weiterhin auf den Ausbau der Kernenergie. Dabei verlassen sie sich auch auf Partnerschaften mit ausländischen Investoren.



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