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28. December 2011, 21:00 Uhr Alter: 145 Tage

RWE und Kepco verhandeln über Rohstoffpartnerschaft

Von: Deian I.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag berichtete, verhandelt der Energiekonzern RWE mit dem südkoreanischen Versorger Korea Electric Power (Kepco) über eine mögliche Partnerschaft im Rohstoffhandel.



Die Pläne wurden derweilen von beiden Unternehmen bestätigt. Laut einer RWE-Sprecherin wurden erste Gespräche geführt, zu genaueren Einzelheiten war sie allerdings nicht bereit. Am Montag erfuhr Reuters von vertrauten Personen von dem Vorgang rund um die beiden Versorger. Demnach wurde RWE von Kepco als möglicher Partner für ein Handels-Joint-Venture ausgewählt. Das neue Joint-Venture soll seinen Sitz in Singapur haben und die Versorgung mit Rohstoffen garantieren.



Bei den Rohstoffen geht es den Gerüchten zufolge in erster Linie um Kohle. Später soll das Gemeinschaftsunternehmen auch Gas und Uran einkaufen. Kepco will alle weiteren Details im Januar mit RWE aushandeln.



Südkorea ist die viertgrößte Wirtschaftsmacht Asiens und hat keine wichtigen Energieressourcen. Aus diesem Grund sind Großkonzerne wie Samsung und Hyundai auf den Import von Rohstoffen zur Energieversorgung angewiesen. Derzeit deckt das land seinen Elektrizitätsbedarf zu 30 Prozent mit Atomkraft. Von den insgesamt 21 Kernkraftwerken sind laut der Regierung derzeit nur 19 in Betrieb.



Der Staatskonzern Kepco sorgte vor rund 2 Jahren für Furore, als es dem südkoreanischen Unternehmen gelang, einen Auftrag in Höhe von 40 Milliarden Dollar von den Vereinigten Arabischen Emiraten an Land zu ziehen. Kepco setzte sich damals gegen namenhafte Unternehmen aus Japan, Frankreich und den USA durch. Nun baut das koreanische Konsortium ab dem kommenden Jahr 4 Atommeiler, die bis 2020 fertiggestellt sein müssen.



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