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10. November 2011, 16:02 Uhr Alter: 193 Tage

RWE verzeichnet Gewinneinbruch

Von: Deian I.

Nachdem am Mittwoch Deutschlands größter Energiekonzern E.ON von einem massiven Gewinneinbruch berichtete, zeigen sich die Folgen des Atomausstiegs nun auch beim Konkurrenten RWE. Der zweitgrößte Energiekonzern in Deutschland folgt dem Schicksal E.ONs und verzeichnet rund 50 Prozent weniger Gewinn.



Das Nettoergebnis von RWE brach in den ersten 3 Quartalen dieses Jahres um mehr als 46 Prozent auf 1,4 Milliarden EUR ein, obwohl die Umsätze stabil bei 38 Milliarden EUR liegen. Grund für den Gewinneinbruch sind zum einen die hohen Kosten, die die Energiewende mit sich bringt, aber auch die niedrigen Strompreise sowie Probleme im Gasgeschäft. Dies teilte Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern am Donnerstag mit.



Laut Jürgen Großmann, dem Vorstandsvorsitzenden von RWE, werden auch die kommenden Jahre schwierig für das Unternehmen sein. Dennoch ist Großmann optimistisch, dass der Konzern die schwere Zeit überstehen wird. Zwei Finanzgerichte gaben RWE recht im Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Brennelementesteuer und geleistete Steuerzahlen wurden bereits zurückerstattet.



Eigenen Angaben zufolge soll sich auch das derzeit schwierige Gasgeschäft in Zukunft positiv entwickeln. Die Verlust bringenden ölpreisgebundenen Gasbezugsverträge wurden mit den Gasproduzenten neu verhandelt und liefen laut RWE vielversprechend. Langfristige Projekte wurden entweder vorzeitig beendet oder es wurden günstigere Preise verhandelt.



Die Prognose für das Gesamtjahr lässt der deutsche Energiekonzern unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr soll das operative Ergebnis 20 Prozent, das betriebliche Ergebnis 25 Prozent und das nachhaltige Nettoergebnis 35 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres liegen.



Mit einem Stromabsatz von rund 224 Milliarden Kilowattstunden lag dieser fast auf dem Niveau des Vorjahres. Im Gasbereich sank der Absatz dagegen um 17 Prozent auf 228 Milliarden Kilowattstunden, was mit der milden Witterung zu begründen ist. Im Zuge des Investitionsprogramms investierte RWE in den ersten 3 Quartalen insgesamt 4,4 Milliarden EUR in Sachanlagen und damit rund 400 Millionen EUR mehr als im selben Zeitraum 2010. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten um 1.622 Personen.



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