RWE will Entschädigung wegen Energiewende
Von: Deian I.Der RWE-Chef Jürgen Großmann richtet sich gegen die Bundesregierung und fordert eine Entschädigung, für die entstehenden Schäden der Energiewende mit ihrem darin enthaltenen Atomausstieg bis 2022. Dies sagte Großmann gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
Laut dem RWE-Chef prüfe der Energiekonzern derzeit mit einem Gericht nach einem fairen Ausgleich. Die Höhe des Ausgleiches wollte Großmann nicht nennen, seinen Angaben zufolge soll das von der Bundesregierung verhängte Moratorium das Unternehmen 150 Millionen EUR gekostet haben.
Nach dem Atom-Unfall in Japan nahm die Bundeskanzlerin Angela Merkel die älteren Atomkraftwerke für 3 Monate vom Netz. Im Zuge der Energiewende bleiben die AKW weiterhin abgeschaltet und werden wahrscheinlich nicht mehr angefahren. Weitere Belastungen wären durch die Verkürzung der Laufzeiten für Atomkraftwerke sowie durch die Brennelementesteuer hinzugekommen.
Laut Großmann ist die Brennelementesteuer EU-rechtlich und verfassungsrechtlich problematisch. Bereits im Juni legte der RWE-Konzern eine Klage gegen die Abgabe für sein Kraftwerk Gundremmingen B in Bayern ein. Weiterhin betont der RWE-Chef, dass die Energiewende das Geschäftsmodell von RWE gefährde.
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