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22. June 2011, 19:29 Uhr Alter: 334 Tage

RWE will Teil von Amprion verkaufen

Von: Deian I.

Gerüchten zufolge will der Energiekonzern RWE einen Großteil seiner Netzsparte Amprion verkaufen. Genauer gesagt sollen bis ende Juni 75 Prozent der Amprion-Anteile einen neuen Besitzer finden, so die "Süddeutsche Zeitung", die ihre Informationen aus Finanzkreisen bezieht.



Bankenkreisen zufolge sollte die Abspaltung der wertvollen Stromnetze dem Energiekonzern rund eine Milliarde EUR in die stark angeschlagenen Kassen spülen. Die Tochter Amprion versorgt mit ihrem 11.000 Kilometer langem Netz derzeit mehr als 25 Millionen Kunden in West- und Süddeutschland mit Strom.



Im Auftrag von RWE soll die Commerzbank-Tochter Commerz Real den Verkauf an bis zu 8 Investoren aus der Finanzbranche leiten. Zu den interessierten Investoren soll unter anderem auch der Allianz-Konzern gehören. Insgesamt sollen die Käufer drei Viertel der RWE-Tochter übernehmen während die RWE selbst noch eine Sperrminorität von 25 Prozent behält, um die technische Führung des Netzbetriebs zu sichern. Bisher wollte weder RWE, noch die Commerzbank und die Allianz einen Kommentar zum Deal machen.



Dem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge steht der RWE-Konzern im Beginn eines größeren Umbaus. Demnach prüfe die RWE-Führung weitere internationale Partnerschaften und suche Verstärkung bei Russlands finanzstarkem Rohstoffkonzern Gazprom. RWE-Chef Großmann will sich in naher Zukunft mit Gazprom-Chef Alexej Miller treffen, um Verhandlungen zu führen.



In dem Bericht unter Berufung auf das Umfeld Millers heißt es, dass sich die beiden Konzern-Chefs in Russland treffen werden. Der Gazprom-Chef habe in letzter Zeit großes Interesse an einer Expansion auf dem deutschen Markt gezeigt. Das Treffen wurde bereits von einem RWE-Manager bestätigt.



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