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26. July 2010, 17:49 Uhr Alter: 2 Jahre

Sehr Hohe Kosten für atomare Altlasten

Von: Deian I.

Der Bund muss für die Beseitigung alter Atomreaktoren und Kernforschungsanlagen auch in den kommenden Jahrzehnten Zahlungen in Höhe von mehreren Milliarden leisten. Laut der "Financial Times Deutschland" antwortete die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion. Laut Bundesforschungsministerium werden die künftigen Ausgaben für den Rückbau alter Atomanlagen etwa 5,4 Milliarden Euro bis zum Jahr 2035 betragen.

In der Kalkulation sind die bereits angefallen Kosten nicht miteingerechnet. Zusammen belaufen sich die Gesamtausgaben auf ca. 10,6 Milliarden Euro. Weiterhin soll bei praktisch allen Rückbauprojekten mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen. Grund dafür sind die rapide steigenden Kosten für die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle. Allein die Stilllegung und Sanierung des Endlagers Asse II soll insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro kosten. Die Bergung des Atommülls aus dem Salzbergwerk soll nach einer Studie etwa 3,7 Milliarden Euro kosten.


Der SPD-Haushaltspolitiker Klaus Hagemann sagte gegenüber dem Blatt, dass die 10,6 Mrd. Euro nur eine Untergrenze des Jahres 2010 seien. Wegen zahlreicher Sanierungsprojekte wie der Asse und dem Endlager Morsleben drohe "ein atomares Fass ohne Boden".



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