Senkung der Solarstrom-Förderung richtig
Von: Deian I.Nach Ansicht der Verbraucherzentrale Sachsen ist die sehr umstrittene Senkung der Solarstrom-Förderung gerechtfertigt, da der Endverbraucher entlastet wird. Eine weitere Subventionierung in dieser Branche ist aufgrund des großen Wachstums nicht gerechtfertigt.
Diese Aussage machte Roland Pause, Referatsleiter Energie der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig, gegenüber der Nachrichtenagentur ddp. Nach einem Beschluss des Bundestages von Anfang Mai soll die Einspeisevergütung für Solarstrom aus Photovoltaikanlagen zum 1. Juli bundesweit um 16 Prozent gekürzt werden. Bereits Anfang dieses Jahres wurde die Vergütung um zehn Prozent gesenkt und soll ab 2011 erneut um zehn Prozent gesenkt werden. Laut Pause sieht das Eneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor, die Branche einerseits zu fördern, aber gleichzeitig den Verbraucher nicht über die Gebühr zu belasten. 2013 soll Solarstrom voraussichtlich zum üblichen Preis hergestellt werden.
Laut Verbandsangaben waren im vergangenen Jahr in Sachsen über 5.500 Menschen in der Solarbranche beschäftigt, die einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Darüberhinaus wurden im selben Jahr etwa 4.000 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 83 Megawatt im Wert von 250 Millionen Euro installiert. Bisher liegt der Anteil von Solarstrom an der gesamten Stromerzeugung bei lediglich einem Prozent und der Gesamtanteil der Erneuerbaren bei 16 Prozent.
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