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19. September 2011, 18:22 Uhr Alter: 245 Tage

Siemens beendet Kapitel Atomkraft

Von: Deian I.

Der Siemens-Konzern hat sich laut dem Konzernchef Peter Löscher offiziell dazu entschlossen, das Kapitel Atomkraft abzuschließen. Dies sagte der Konzernchef gegenüber dem Magazin "Spiegel".

 


Der Schlussstrich wurde bereits nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima gezogen. Hinzu kam der Bruch mit dem Kernkraft Partner Areva aus Frankreich. Eigenen Angaben zufolge kostet Siemens der Verzicht auf die atomare Energie keinen Cent.

 


Gegenüber dem Spiegel sagte Löscher, dass die Entscheidung, auf Atomkraft zu verzichten, eine Antwort des Unternehmens auf die Frage bezüglich der Positionierung von Gesellschaft und Politik in Deutschland zum Atomausstieg sei. Auf das Atom-Joint-Venture mit Rosamtom wird nun verzichtet, stattdessen wird nun eine Zusammenarbeit in anderen Kategorien gesucht.




Das ursprüngliche Ziel von Siemens war es bis vor Kurzem, zusammen mit Rosatom der Marktführer im weltweiten Atomenergiegeschäft zu werden. Siemens wird sich nun nicht mehr am Bau kompletter Atomkraftwerke beteiligen, sondern nur Komponenten wie z.B. Dampfturbinen liefern, die auch für konventionelle Kraftwerke verwendet werden. Ein Konzernsprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass Siemens Rosatom den Wunsch nicht abschlagen würde, wenn es dazu kommen sollte.



Genau das wurde allerdings von Gegner der Atomkraft kritisiert. Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation "Ausgestrahlt", begrüßt die Entscheidung von Siemens in Zukunft keine Atomtechnik mehr herzustellen. Wenn der Konzern allerdings weiter Turbinen und Generatoren für Akws herstellen will, sei dies inkonsequent. Die Anti-Atom-Organisation fordert Siemens dazu auf, komplett aus dem Atomkraft-Geschäft auszusteigen.



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