Siemens plant Bau von Gasturbinen in Russland
Von: Deian I.Der Siemens-Konzern will eigenen Angaben zufolge seine Produktionsstätten zur Fertigung von Rotorblättern für Windkraftanlagen und Gasturbinen nach Russland verlegen. Mit einer Investition von rund einer Milliarde EUR soll in neue russische Standorte investiert und so 4.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Dies vereinbarte Peter Löscher, der aktuelle Chef bei Siemens, mit Wladimir Putin, Russlands Ministerpräsidenten.
Laut dem Siemens-Chef will der deutsche Konzern seine gesamte "Wertschöpungskette" in Russland ansiedeln. Dies würde natürlich der russischen Wirtschaft zugutekommen. Die Energiebranche wird mit einer Investition in Höhe von 700 Millionen EUR den Löwenanteil des Gesamtpakets erhalten. Das Geld soll etwa in Produktionsstätten für effiziente Gasturbinen oder die Anfertigung von Rotorblättern für Windkraftanlagen fließen. Nach Angaben von Löscher sei das geplante Werk für Rotorblätter bahnbrechend. Siemens will in absehbarer Zeit der Marktführer in diesem Segment werden. Derzeit baut das Unternehmen Hochgeschwindigkeitszüge auf Basis des ICE für die russische Staatsbahn.
Weiterhin sagte der Siemens-Chef, dass sein Konzern derzeit mit dem russischen Staatskonzern Rosatom über mögliche Projekte verhandele, genauere Details wollte er allerdings nicht preisgeben. Vor dem Ausstieg des Siemens-Konzerns im Bereich Atomenergie bestand Interesse an einer Zusammenarbeit in diesem Segment. Nach Angaben von Siemens Russia-Chef Dietrich Möller begrüße der Konzern die Privitasierungspläne Russlands, jedoch plane Siemens derzeit keine Investitionen. Der russische Markt spielt für Siemens eine wichtige Rolle, der Konzern erreichte eigenen Angaben zufolge einen Umsatz von 1,2 Milliarden EUR im Geschäftsjahr 2010 und erhielt Aufträge von über 2,6 Milliarden EUR.
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