Solarbranche verzeichnet Lieferengpässe
Von: Deian I.Die Solarbranche boomt und immer mehr Kunden wollen noch in diesem Monat ihre Solaranlage in Betrieb nehmen, um von der höheren Einspeisevergütung zu profitieren. Dies scheint aber schwerer zu sein, als sich die meisten Kunden gedacht haben.
Die Lieferengpässe bei den Wechselrichtern werden sich in naher Zukunft nicht so schnell auflösen. Wechselrichter wandeln die Sonnenenergie von Gleich- in Wechselstrom um. Anschließend wird dieser in das Stromnetz eingespeist. Darüberhinaus können die Unternehmen Conergy, Phoenix-Solar und Solarworld ihre Kunden nicht beliefern, da die bestellten Geräte noch nicht im Lager eingetroffen sind. Dennoch müssen die Solarunternehmen nicht mit Umsatzrückgängen kämpfen. Der SMA vertröstet die Unternehmen jedoch seit Monaten und kürzt zugesagte Mengen.
Marktführer für die Produktion von Wechselrichtern ist das Unternehmen SMA Solar aus Kassel. Das Unternehmen macht wiederum die Halbleiterindustrie für die Lieferschwierigkeiten verantwortlich. Die Kapazitäten wurden in der Produktion wegen der Wirtschaftskrise reduziert. Nun können sie den erhöhten Bedarf der anderen Branchen nicht ausgleichen. Bereits im Mai kündigte das Unternehmen Lieferengpässe an. Bisher ist es unklar, wann sich die Situation wieder entspannt. Auf der Homepage von SMA Solar heißt es, dass sich die Halbleiterindustrie schrittweise im dritten oder vierten Quartal 2010 entspannen wird.
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