Solarstrom senkt Strompreise an der Börse
Von: Deian I.Durch die erhöhte Einspeisung von Solarstrom in den vergangenen Monaten sinken die Strombörse an der Leipziger Strombörse. Früher stieg der Großhandelspreis am Mittag aufgrund des erhöhten Verbrauchs.
Durch den Zuwachs bei Solarstrom sinken die Preise um bis zu 40 Prozent. Großkunden profitieren besonders stark von dieser Entwicklung, private Haushalte müssen dennoch mit steigenden Kosten rechnen. Dies geht aus einer Analyse des Instituts für Zukunfts-Energie-Systeme (IZES) hervor. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) erstellt.
Die Nachfrage nach Strom steigt besonders dann, wenn die Unternehmen ihre Produktion auf Hochtouren laufen lassen. Gleichzeitig ist die Produktion von Solarstrom aber auch zur Mittagszeit am effektivsten, wodurch die Nachfrage gesättigt wird. Im Vergleich zur Atomzeit müssen die Kraftwerke so weniger Strom erzeugen, was wiederum die Umwelt entlastet und die Strompreise senkt. Laut Uwe Leprich vom IZES steigen die Strompreise an der Leipziger Strombörse zur Mittagszeit nicht mehr so stark, wie noch vor wenigen Monaten. Dank dem Ausbau der Solarenergie ist der Preis pro Kilowattstunde nun 0,4 bis 0,6 Cent niedriger.
Der Rückgang beim Strompreise reduzierte die Stromkosten im Jahr 2011 um bis zu 840 Millionen EUR, dennoch profitierten die privaten Stromkunden nicht davon. Für Privathaushalte könnten die sinkenden Preise an der Strombörse sogar Mehrkosten bedeuten, denn dadurch vergrößert sich die Differenz zur garantierten Einspeisevergütung für Solarstrom. Dieser fehlende Betrag muss von Privatkunden über die EEG-Umlage finanziert werden. Aus diesem Grund fordert der Verband, dass man in Zukunft bei der Berechnung der EEG-Umlage den Effekt, den die Solarenergie auf die Strompreise hat, berücksichtigt.
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