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28. March 2010, 13:30 Uhr Alter: 2 Jahre

Sommerzeit spart keinen Strom

Von: Deian I.

Eine Idee die nichts kostet und viel bringt ist bei Politikern sehr willkommen. Deshalb fanden es auch Politiker auf der ganzen Welt sehr logisch, dass man Strom sparen müsste, wenn es morgens später hell und abends später dunkel werden würde. Dieser Effekt lässt sich dummerweise aber nicht beweisen.

 

1975 wurde eine Studie im Auftrag des Washingtoner Verkehrsministeriums aufgegeben. Diese belegte, dass die Sommerzeit ein Prozent Stromkosten spare. Bei einer Überprüfung jedoch stellte sie sich als statistisch nicht aussagefähig heraus. Eine andere amerikanische Studie aus dem Jahr 1997 belegte sogar, dass die "Daylight Saving Time" den Stromverbrauch erhöhe. Auch die umgestellten Uhren in Australien 2000 für die Olympischen Spiele hatten keinen Effekt, denn der geringere Stromverbrauch am Abend wurde durch einen höheren am Morgen kompensiert. Zwei Wissenschaftler der University of California haben 200 eine aufwendige Studie zu diesen Thema veröffentlicht. In Ihrer Studie machten sie Berechnungen Anhand des Bundesstaates Indiana. Erst 2006 hat der US-Bundesstaat die Sommerzeit eingeführt. Laut der Studie ist der Energieverbrauch wegen der Sommerzeit um ein Prozent gestiegen. Auch der deutsche Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft kam 2009 zu dem Ergebnis, dass die Sommerzeit keine Energie spart. Mit der Einführung der Energiesparlampen könnte die Bilanz sogar negativ ausfallen, weil nun weniger Strom für die Beleuchtung benötigt wird. Dennoch wollen die Politiker die Sommerzeit nicht abschafften. Scheinbar ist die Idee vom Energiesparen durch eine Zeitumstellung zu schön, um unwahr zu sein.



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