Stadtwerke Freising kündigen Vertrag mit TelDaFax
Von: Deian I.Und wieder kündigt ein Netzbetreiber seinen Liefervertrag mit dem umstrittenen Energieversorger TelDaFax. Das Unternehmen wirbt auf der eigenen Homepage, dass es über 700.000 Kunden zuverlässig, sicher und günstig mit Strom und Gas beliefert. Im Landkreis Freising ist damit vorerst Schluss.
Am Dienstag teilten die Freisinger Stadtwerke mit, dass sie der TelDaFax Energy GmbH mit sofortiger Wirkung der Zugang zu ihrem Strom- und Gasnetz kündigen. Dieser drastische Schritt sei nötig gewesen, nachdem der Versorger über Monate hinweg fällige Rechnungen verspätet zahlte. In den letzten Wochen wurde sogar gar kein Zahluungseingang mehr festgestellt worden. Auch nach wiederholten Mahnungen und der Drohung, den Zugang zum Netz zu sperren, reagierte TelDaFax nicht.
Die Sperrung des Netzzuganges betrifft rund 100 TelDaFax-Kunden aus dem Landkreis Freisingen. In ihrem Fall springt der Grundversorger ein, der den Strom und das Gas so lange liefert, bis der Kunde einen neuen Anbieter aufsucht. Der Grundversorger ist in diesem Fall die Freisinger Stadtwerke, die die betroffenen Kunden über den Wechsel bereits informiert haben.
Laut Andreas Voigt, Geschäftsführer der Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH, haben auch andere Unternehmen in den vergangenen Wochen TelDaFax den Netzzugang verweigert. Im Fall der Freisinger Stadtwerke wurde die Kündigung notwendig, um Schaden von dem Unternehmen abzuwenden. Die Kündigung erfolgte nach den gesetzlichen Vorgaben und entspricht allen Maßnahmen der zuständigen Landesregulierungsbehörde und Bundesnetzagentur.
TelDaFax-Sprecherin Susanne Fiederer räumte die Probleme mit mehreren Netzbetreibern ein, weil der Energieversorger kein sonderlich zuverlässiger Vertragspartner war. Grund dafür seien Erblasten von den früheren Vorstandsmitgliedern, die nun sukzessiv abgearbeitet werden.
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