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7. September 2010, 21:44 Uhr Alter: 2 Jahre

Stadtwerke: Milliardenverlust wegen Atomlaufzeiten

Von: Deian I.

Nach der Entscheidung bezüglich der Atomlaufzeiten sind nicht nur Opposition und Umweltverbände unzufrieden, sondern auch die deutschen Stadtwerke. Sie bangen um ihre Investitionen in erneuerbare Energien, die bald nicht mehr rentabel sein könnten. Durch die zwölfjährige Verlängerung erwarten die kommunalen Versorger einen Schaden in Höhe von 4,5 Milliarden Euro, sagte Albert Filbert von der Stadtwerke-Vereinigung 8KU.

Die Stadtwerke haben an der gesamten deutschen Energieproduktion einen Anteil von etwa 10 Prozent während die vier großen Versorger E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall fast 80 Prozent besitzen. Laut Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), hätte die Expertise von Kartell- und Wettbewerbsfachleute bei den Atomgesprächen eine Rolle spielen müssen. Nur die vier großen Versorger haben einen großen Vorteil durch die Laufzeitverlängerung.

Laut Berechnungen planen die Kommunen Investitionen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro für den Bau, Genehmigungen und Planung. Diese Pläne stehen jetzt auf der Kippe, da sie zum Teil nicht mehr wirtschaftlich sind. Nun wollen die kommunalen Versorger eine Kompensationszahlung. Immerhin müssen die städtischen Haushalte durch die Brennelementesteuer mit jährlich 300 Millionen Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen rechnen.

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