stromklar-logo.jpg, 47kB
4. April 2010, 16:10 Uhr Alter: 2 Jahre

Stadtwerke-Neugründung in Stuttgart

Von: Deian I.

Ein Gutachter bestimmt derzeit die diskutierte Neugründung von Stadtwerken in Stuttgart. Die Expertise kostet 400.000 Euro.

 

Der Konzessionsvertrag mit der Energieversorgung Baden-Württemberg (EnBW) läuft Ende 2013 aus. Nun soll ein "Fehler" korrigiert werden, denn 1996 gingen die Technischen Werke Stuttgart (TWS) in die Neckarwerke Stuttgart AG (NWS) über. Die Landeshauptstadt war nur noch zu 42 Prozent beteiligt. Für 2,5 Milliarden Euro verkaufte die Stadt 2002 den gesamten NWS-Aktienbesitz an die EnBW und gab den Anteil von neun Prozent am Energieversorgungsunternehmen ab. Somit verlor sie den Einfluss auf die Strom-, Gas- , Wärme- und Wasserversorgung. Grüne, SPD und die Fraktionsgemeinschaft SÖS/Linke und Linken treiben die Neugründung der Stuttgarter Stadtwerke voran. Für die Aufklärung der zahlreichen komplizierten Fragen wurde sogar ein Unterausschuss gebildet sowie ein Gutachter beauftragt. In einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren hat sich die Stuttgarter Firma Horvath & Partner gegen 34 Mitbewerber durchgesetzt.

 

Die Bürgerinitiative Wasserforum hält das Gutachten für überflüssig. Laut Barbara Kern haben sogar kleine Kommunen eigene Stadtwerke gegründet. Es sei unlogisch, dass diese Frage für eine Großstadt wie Stuttgart mit 600.000 Einwohnern erst geklärt werden müsse. Die Bürger fordern ein Mitspracherecht und haben im Rathaus 25.800 Unterschriften übergeben. Laut Kern ist der Rückkauf der Wasserversorgung der erste Schritt zu eigenen Stuttgarter Stadtwerken.



Ähnliche Nachrichten:

Stromanbieterwechsel

Ratgeber

Stromvergleich

Strommarkt-News

Impressum

Linktipps