Strom soll durch Kaltreserve nicht teurer werden
Von: Deian I.Nach Angaben der Bundesagentur sollen sich die Strompreise für Verbraucher durch die sogenannten Kaltreserven, die bei möglichen Stromengpässen einspringen, nicht erhöhen. Das Großkraftwerk Mannheim (GKM) wird zum Energielieferanten für Süddeutschland, falls es nach dem Abschalten der Atommeiler zu Stromengpässen kommt.
Mithilfe der Steinkohleverbrennung will die Bundesregierung verhindern, dass nach der Abschaltung von Neckarwestheim und den beiden Akw in Philippsburg die Lichter an Wintertagen ausgehen. Laut Kurth zahlen zwar die Verbraucher letztendlich die Notstromreserve, diese sei jedoch nur minimal zu spüren.
Zu seinem Besuch am Neubau des Blocks 9 betonte Matthias Kurth, dass der Netzbetreiber EnBW und Erzeuger GKM in den kommenden Wochen beschließen müssen, wie die Kosten für einen eventuellen Standby-Betrieb und den Transport des Stroms auf die Unternehmen verteilt werden. Der Endkunde soll seiner Meinung nach nur "mit Bruchteilen von Cents belastet werden".
Die Stadt Mannheim wird laut der Netzagentur für die Notversorgung eine Schlüsselrolle sein, denn Privatkunden und Industrie können neben dem GKM zusätzlich auf die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden sowie das Akw Ensdorf im Saarland zurückgreifen. Zusammen erreichen die Meiler eine Kapazität in Höhe von 836 Megawatt für Reserven.
Im Karlsruher Rheinhafen sorgt die Mineralölraffinerie mit 10 Megawatt Leistung ebenfalls für Sicherheit im Ernstfall. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, um den Stromverbrauch abzudecken, will Kurth österreichische Versorger anzapfen, die ihren Atomstrom allerdings auch von Nachbarländern beziehen.
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