Stromabschaltung führt zu klingenden Kassen bei Unternehmen
Von: Deian I.Obwohl in Deutschland der Atomausstieg vorangetrieben wird und verstärkt Erneuerbare Energien zur Energiegewinnung genutzt werden sollen, wurde das deutsche Stromnetz, welches sehr überlastet ist, kaum ausgebaut. Aus diesem Grund soll der Strom von stromintensiven Unternehmen abgestellt werden, um einen Blackout zu vermeiden. Die Unternehmen erhalten dafür wiederum eine finanzielle Entschädigung.
Die deutsche Industrie hat viele große Energieverbraucher. Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" plant das Bundeswirtschaftsministerium an einer "Abschaltverordnung" die vorsieht, dass diesen Großverbrauchern im Notfall der Strom abgestellt werden kann.
Die Entschädigung für die Unternehmen soll sich auf bis zu 60.000 EUR pro Jahr belaufen. Wie immer werden die Bürger diese Kosten über das Netzentgelt zahlen. Grund für diese Maßnahme sei die Stabilisation des Stromnetzes, welches aufgrund des Atomausstiegs und der schwankenden Versorgung durch Wind- und Solarenergie immer mehr ins Schwanken gerät. Laut der Regierung kommen nur wenige Großverbraucher für diese Regelung infrage. Die Gesamtkosten für die Entschädigung sollte sich auf etwa 102 Millionen EUR pro Jahr belaufen.
Dass der Atomausstieg nicht einfach sein wird, war bereits im Voraus bekannt. Vor dem nicht ausreichend ausgebauten Stromnetz hatten ebenfalls zahlreiche Experten gewarnt. Seit der Abschaltung der 8 deutschen Atomkraftwerke nimmt die Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom immer mehr zu. Aufgrund der unregulierten Verfügbarkeit von Sonnen- und Windstrom wird das Stromnetz immer stärker belastet. Für eine reibungslose Energiewende fehlen weiterhin Tausende Kilometer an Höchstspannungsleitungen.
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