Stromanbieter müssen 18 Mrd. EUR für Rückbau von Atomkraftwerken zahlen
Von: Deian I.Die großen Energiekonzerne in Deutschland müssen mit einer Summe in Höhe von 18 Milliarden EUR für den Rückbau ihrer stillgelegten Atomkraftwerke rechnen. Für Atomkonzerne wird der geplante Atomausstieg damit zu einer teuren Angelegenheit.
In einem Bericht des "Handelsblatts" wird erwähnt, dass eine gigantische Summe für den Rückbau der Atomkraftwerke von den großen deutschen Stromanbietern aufgebracht werden muss. Eine Studie zu dem Thema wurde von der Unternehmensberatung Arthur D. Little erstellt. Laut den Ergebnissen wird für den Rückbau eine Summe von rund 18 Milliarden EUR fällig.
Die Kosten für den Rückbau ihrer Anlagen müssen die Energiekonzerne RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall selbstständig zahlen. Für die 18 Milliarden EUR sollten eigentlich Rücklagen zur Verfügung stehen, die für einen möglichen Rückbau angelegt werden sollten. Bisher ist allerdings nicht bekannt, ob die Rücklagen die tatsächlichen Kosten decken können.
Sollte das Geld nicht ausreichen, könnten die Stromanbieter ihre Strompreise erhöhen und die Kosten auf ihre Kunden umschlagen. Nach Angaben der Studie kostet der Rückbau eines Atomreaktors zwischen 670 Millionen und 1,2 Milliarden EUR. Die 18 Milliarden EUR ergeben sich aus den Summen der insgesamt 17 Atomkraftwerke. Acht Akw mussten bereits nach der Entscheidung zum Atomausstieg von den Stromanbietern stillgelegt werden. In den kommenden 11 Jahren werden schrittweise die restlichen Reaktoren folgen.
Unbekannt bleiben die Folgen dieses Themas und ob sie sich auf die Strompreise auswirken werden. Die Stromkonzerne haben allerdings vor wenigen Monaten bereits angekündigt, dass sich der Atomausstieg auf die Strompreise auswirken wird.
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