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20. October 2011, 00:37 Uhr Alter: 215 Tage

Strompreise steigen um 4 Prozent

Von: Deian I.

Laut einer Ermittlung des unabhängigen Verbraucherportals Verivox werden die Strompreise für Privatverbraucher zum Jahreswechsel durchschnittlich um 4 Prozent steigen. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh müsste nach der Stromerhöhung etwa 35 EUR brutto pro Jahr mehr für Strom zahlen.



Vor wenigen Tagen gaben die Übertragungsnetzbetreiber die EEG-Umlage für das Jahr 2012 bekannt. Diese wird im kommenden Jahr von aktuell 3,53 Cent pro kWh auf 3,592 Cent ansteigen.



Laut Verivox liegt der durchschnittliche Strom-Preis im November für einen Verbrauch von 4.000 kWh bei 974 EUR brutto. Durch die Doppelbesteuerung und die Erhöhung der EEG-Umlage wird dieser Betrag auf 977 EUR ansteigen, ein deutscher Musterhaushalt wird somit 3 EUR mehr pro Jahr für Strom zahlen.



Für die Ermittlung der Großhandelspreise für Strom verglich Verivox den Jahresdurchschnitt aller Terminkontakte an der Leipziger Strombörse EEX für das Jahr 2011 und 2012. Das Ergebnis: Die Strompreise für 2012 haben sich um durchschnittlich 3 EUR pro Megawattstunde erhöht. Für Endverbraucher bedeutet dies eine Preissteigerung von 1,5 Prozent bzw. Mehrkosten von 15 EUR jährlich.



Die Netznutzungsentgelte sind ein weiterer Faktor für den Preis, jedoch kann deren Entwicklung derzeit noch nicht ermittelt werden. Netzbetreiber werden die Entgelte für das kommende Jahr in absehbarer Zeit veröffentlichen, jedoch handelt es sich dabei in der Regel um vorläufige Werte, die sich 2012 ändern könnten. Von den 11 großen Netzbetreibern wurde bisher angekündigt, dass sich die Netznutzungsentgelte um durchschnittlich 6,5 Prozent erhöhen werden. Sollten andere Netzbetreiber nachziehen, bedeutet dies eine Erhöhung des Endpreises für Verbraucher um weitere 2 Prozent. Dies entspricht einer zusätzlichen Mehrbelastung von 17 EUR.



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