stromklar-logo.jpg, 47kB
3. March 2010, 13:59 Uhr Alter: 2 Jahre

Stromproduktion erstmals seit 10 Jahren gesunken

Von: Deian I.

Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist die Stromproduktion gesunken. Schuld daran ist scheinbar die Wirtschaftskrise. Dies teilte zumindest der Bundesverband der Energiewirtschaft am Dienstag in Berlin mit. Dabei bleiben Kohle- und Kernenergie die wichtigsten Energieträger während der Anteil der erneuerbaren Energien steigt.

 

Laut dem Bundesverband der Energiewirtschaft (BDEW) ist die Stromproduktion in Deutschland 2009 deutlich gesunken. Mit 561 Milliarden Kilowattstunden erzeugten die deutschen Kraftwerke rund sechs Prozent weniger Strom als noch im Jahre 2008. Damals wurden rund 599 Milliarden Kilowattstunden produziert. Dies ist der erste Rückgang in zehn Jahren. Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, erklärte, dass die Wirtschaftskrise auch den Absatz der Stromwirtschaft beeinflusst hat. Die schwache Stromnachfrage der Industrie hat zu einer verminderten Energieerzeugung geführt. Im Ausblick auf das Jahr 2010 sieht die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung wieder einen Zuwachs des Strombedarfs.

 

Nach Angaben des BDEW bleiben die Anteile der einzelnen Energieträger am Erzeugungsmix 2009 im Vergleich zu 2008 nahezu unverändert. Der größte Anteil für die Stromerzeugung stellte Braunkohle mit 134 Mrd. kWh und einem Anteil von 24 Prozent zur Verfügung. Die Kernenergie blieb gleich wie im Vorjahr mit 128 Mrd. kWh bei 23 Prozent. Dazu kommen 100 Mrd. kWh Steinkohle mit 18 Prozent sowie Erdgas mit 75 Mrd. kWh und 13 Prozent Anteil an der Stromproduktion. Ökostrom legte im Vergleich zu 2008 einen Prozentpunkt zu und lieferten immerhin 91 Mrd. kWh, dies entspricht einem Anteil von 16 Prozent des Stroms. Der restliche Anteil wird von Heizöl, Pumpspeicher und Sonstige mit 33 Mrd. kWh und sechs Prozent zur Stromerzeugung hinzugefügt. Erfreulich ist laut Müller der immer größer werdende Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung. Das Ziel der Bundesregierung ist es den Anteil bis zum Jahr 2020 auf 30 Prozent zu erhöhen.



Ähnliche Nachrichten:

Stromanbieterwechsel

Ratgeber

Stromvergleich

Strommarkt-News

Impressum

Linktipps