TelDaFax-Eigentümer will klagen
Von: Deian I.Nachdem der Energiediscounter TelDaFax nun vor dem Aus steht, will der russische Eigentümer rechtliche Schritte gegen die verantwortliche Führung des Unternehmens einleiten. Dies geht aus einem Bericht des "Handelsblattes" hervor.
Die Wirtschaftszeitung zitiert in ihrer Mittwochsausgabe den Aufsichtsratschef Wolfram Scharff. Seiner Aussage nach sehen sich die Investoren getäuscht. Nun wurde die internationale Großkanzlei DLA Piper beauftragt, um mögliche Ansprüche zu prüfen. Die Millionenschwere Investition der russischen Investoren ist nach nur wenigen Wochen verloren.
Der ehemalig größte unabhängige Energieanbieter Deutschlands beantragte am 14. Juni Insolvenz, nachdem Zahlungsprobleme zur Kündigung seitens zahlreicher Netzbetreiber führten. Wenige Tage nach der Insolvenzbeantragung stellte TelDaFax auch die Lieferung von Strom und Gas an seine Kunden an. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Bonn gegen die Verantwortlichen der TelDaFax Holding sowie ihrer Tochtergesellschaften wegen den Verdachts der Insolvenzverschleppung.
Die Staatsanwaltschaft prüft nicht nur, ob das Unternehmen den Insolvenzantrag zu spät eingereicht hat, sondern ob TelDaFax von seinen Kunden bewusst eine Vorauszahlung einkassiert hat. Laut Verbraucherschützern schwinden die Chancen der Kunden, das Geld nach der Insolvenz zurückzubekommen.
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