TelDaFax-Kunden müssen sich gedulden
Von: Deian I.Vergangene Woche wurde das Insolvenzverfahren gegen TelDaFax eingeleitet, welches der Energiediscounter bereits im Juli beantragt hatte. Nun wurde bekannt, dass es sich bei dem Verfahren um eines der größten in Deutschland handelt. Insgesamt 700.000 Gläubiger, darunter besonders viele Stromkunden und Lieferanten, hoffen derzeit auf mögliche Zahlungen aus dem Insolvenzverfahren.
Die Insolvenz des Energiediscounters hat den deutschen Stom- und Gasmarkt stark beeinflusst. TelDaFax war äußerst offensiv auf dem Markt tätig und lockte Kunden mit seinen billigen Tarifen und einem Vorkasse-Modell an. Dabei hat sich das Unternehmen stark verkalkuliert und es wird nun von der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und des gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bonn handelt es sich mit fast 700.000 Gläubigern, die von der Pleite des Unternehmens betroffen sind, um das größte Insolvenzverfahren Deutschlands.
Der Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter von TelDaFax Biner Bähr kündigte nun an, dass alle Gläubiger ein Formular erhalten werden, auf dem sie ihre Ansprüche eintragen können. Nachdem die Forderungen geprüft wurden, erhalten alle Gläubiger einen Tabellenauszug. Das zur Verfügung stehende Geld wird nach der "Insolvenzquote" anschließend verteilt. Dieser Prozess kann allerdings mehrere Jahre dauern.
Dabei sollten die ehemaligen TelDaFax-Kunden bedenken, dass sie teilweise nichts oder nur einen geringen Teil zurückbekommen werden. In Köln wird am 8. November dieses Jahres eine Versammlung für die betroffenen Gläubiger stattfinden, um über den bisherigen Verlauf zu informieren.
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