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21. September 2011, 19:42 Uhr Alter: 243 Tage

TelDaFax-Pleite ist offenbar seit 2009 bekannt

Von: Deian I.

Der "Spiegel" berichtet nun, dass die Pleite des Billigstromanbieters TelDaFax bereits im Jahr 2009 zahlungsunfähig war und die Kunden darüber nicht in Kenntnis gesetzt wurden. Den Finanzbehörden war die Lage des Unternehmens somit bekannt. Laut dem Zeitungsbericht haben es die Beamten "wohl verpasst", die Verbraucher über die drohende Pleite zu informieren.



Dem Artikel des Nachrichtenmagazins Spiegel zufolge schuldete TelDaFax dem deutschen Staat bereits damals rund 28 Millionen EUR. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" sind ehemalige TelDaFax-Kunden nicht darüber überrascht, dass die Behörden von der anstehenden Pleite des Troisdorfer Unternehmens wussten. Die Zeitung beruft sich bei ihren Aussagen auf einen internen Prüfbericht des Hauptzollamts in Düsseldorf aus dem September 2009.



Der Schuldenberg des Energieversorgers lag im Jahr 2009 bereits bei 28,3 Millionen EUR. Das Unternehmen selbst war bilanziell überschuldet und verfügte selbst kaum über Vermögen. Zahlreiche Versprechungen des Unternehmens, verschiedene Maßnahmen umzusetzen, wurden nie eingehalten. Mit den Vorauszahlungen der Kunden konnte sich das Unternehmen mehrere Jahre über Wasser halten.



Das Hauptzollamt Düsseldorf wollte keine Aussagen zum Bericht machen, da eine Stellungnahme wegen der Steuergeheimnisse nicht möglich ist. Fraglich ist, warum sich die Finanzbehörden nicht einschalteten, wenn die Lage des Stromanbieters bekannt war. Durch den Verdacht auf Insolvenzverschleppung hätte es zur Anzeige kommen müssen, um die Verbraucher von der Zahlung per Vorauskasse zu schützen, die sie jetzt offenbar nicht zurückbekommen werden.



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