TelDaFax-Situation verschlimmert sich
Von: Deian I.Nachdem der Strom- und Gasdiscounter gestern einen Insolvenzantrag stellte, spitzt sich die Lage nun weiter zu, da weitere Netzbetreiber ihre Verträge mit dem Troisdorfer Unternehmen kündigen. Dazu gehören unter anderem der Energieversorger Rheinenergie und die Stadtwerke Münster.
Die TelDaFax-Kunden aus Köln, Münster, Mannheim und Offenbach fallen damit in die teure Grundversorgung, wie die Netzbetreiber am Mittwoch mitteilten. Natürlich wird keiner ohne Strom und Gas bleiben, denn die Versorgung ist gesetzlich vorgeschrieben, jedoch wird die Rechnung bis zum Wechsel zu einem neuen Versorger etwas höher ausfallen.
Der vom Amtsgericht Bonn beauftragte Insolvenzverwalter Biner Bähr hat derzeit die schwere Aufgabe, das angeschlagene Unternehmen zu stabilisieren. Sein Sprecher Wolfgang Weber-Thedy sagte der Nachrichtenagentur dapd, dass die Belieferung der Kunden mit Strom und Gas derzeit vorrangig sei. Bähr versucht außerdem derzeit mit Netzgesellschaften zu sprechen, um die Fortführung der Geschäfte zu gewährleisten.
Die Lage des Energiekonzerns TelDaFax hat große Sorgen unter den Verbrauchern und dem Bundesverband der Verbraucherzentrale verbreitet, die unterdessen eine verbesserte Aufsicht für den Strommarkt forderte. Laut dem Vorstand Gerd Billigen "kann es nicht sein, dass solche Anbieter mit Dumpingpreisen werben, Vorkasse verlangen und die Verbraucher anschließend im Regen stehen".
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