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27. April 2011, 17:23 Uhr Alter: 1 Jahre

TelDaFax weiterhin mit Problemen

Von: Deian I.

TelDaFax Vorstandschef Hans-Gerd Höptner verkündete vor kurzem, dass der Energiekonzern auf dem richtigen Kurs sei, laut der Bundesnetzagentur sieht es aber ganz anders aus. Einer Sprecherin der Bundesnetzagentur zufolge kommt der unabhängige Energieanbieter nicht aus der Krise, dies sagte sie der Nachrichtenagentur dapd am Mittwoch in Bonn.



Nach Angaben der Sprecherin würden die Zahl der Fälle, in denen mehrere Strom- und Gasnetzbetreiber dem Energieversorger wegen Zahlungsverzugs den Netzzugang verweigerten, immer mehr zunehmen. Dadurch fallen zahlreiche Kunden, die nicht rechtzeitig wechseln konnten, in die teure Grundversorgung. Die Bundesnetzagentur beobachtet die Lage sehr sorgsam, so die Sprecherin.



Die Sprecherin der Bundesnetzagentur empfiehlt den betroffenen Kunden, mit einem Anwalt oder mit Hilfe der Verbraucherzentralen zu Prüfen, ob ein Sonderkündigungsrecht vorliege und gegebenenfalls auch Anspruch auf einen Schadenersatz für die höheren Stromkosten hätten, die durch die Grundversorgung anfallen.



Im Gespräch mit der dapd bestätigte eine TelDaFax-Sprecherin Probleme mit einzelnen Netzbetreibern zu haben, jedoch seien lediglich 30 bis 40 der insgesamt 1.400 Netzbetreiber, mit denen das Unternehmen zusammenarbeite, davon betroffen. Derzeit versucht der Energieversorger ehrgeizig eine Lösung mit den betroffenen Netzbetreibern zu finden. Im schlimmsten Fall würde sich der Energieversorger aus einigen Gebieten zurückziehen.



TelDaFax besitzt eigenen Angaben zufolge rund 780.000 Kunden in ganz Deutschland und kämpft bereits seit mehreren Monaten ums Überleben. Kurz nach dem Sanierungsexperte Hand-Gerd Höptner die Führungsposition vor 6 Wochen im Unternehmen übernahm, wechselte auch der Eigentümer.



In der "Welt am Sonntag" kritisierte Höptner seine Vorgänger mit der verfehlten Preispolitik, die der Grund für die Position des Unternehmens seien. Diese hätten den Strom teilweise unter dem Einkaufspreis verkauft, um möglichst viele Neukunden zu gewinnen. Mit einem neuen Konzept und weniger preisaggressiven Preisen will der Konzern nun neustarten. Trotz millionenschwerer Finanzspritzen des neuen Eigentümers hat TelDaFax aber nach wie vor Liquiditätsprobleme.



Die Probleme des Troisdorfer Unternehmens folgen bei den Kunden nur zur Unruhe und unangenehmen Erlebnissen. In einem Bericht des "Handelsblattes" schickte das Unternehmen sogar Zahlungsaufforderungen an Kunden, die es wegen der Netzsperre gar nicht mehr beliefern konnte. In einer Stellungnahme nannte TelDaFax Terminüberschneidungen für den Grund dieser Probleme. So wurden die Kündigungen der Netzbetreiber so kurzfristig mitgeteilt, dass die die Aussendung der Briefe nicht mehr gestoppt werden konnte.



Wenn Sie auch ein betroffener TelDaFax-Kunde sind, können Sie unseren Stromrechner nutzen, um bequem und einfach zu einem neuen Stromanbieter zu wechseln.



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