Trianel GmbH plant weiteres Pumpspeicherkraftwerk in Thüringen
Von: Deian I.Um in Zukunft den Strom aus erneuerbaren Energien wirkungsvoll abzuspeichern, wird derzeit in Deutschland nach Standorten für Stromspeicher gesucht. In Thüringen steht bereits ein Pumpspeicherkraftwerk und laut dem Wirtschaftsminister Matthias Machnig und Markus Hakes von der Stadtwerke-Netzwerk Trianel GmbH soll im Freistaat demnächst ein weiteres entstehen.
Das geplante Pumpspeicherkraftwerk soll eine Leistung von 400 Megawatt besitzen und könnte damit bei Maximalleistung 6 Stunden lang eine halbe Million Haushalte mit Strom beliefern. Derzeit befindet sich das 500 Millionen EUR teure Projekt in einem "konzeptionellen Stadium", so Hakes.
Der schwedische Staatskonzern Vattenfall baute in Thüringen vor mehreren Jahren ein Pumpspeicherkraftwerk, welches seit 2003 in Dolistahl Strom produziert. Von den insgesamt 30 Pumpspeicherkraftwerken in Deutschland ist das Vattenfall-Kraftwerk mit einer Leistung von 1.060 Megawatt derzeit das stärkste. In Thüringen stehen noch zwei weitere Pumpspeicherkraftwerke, Hohenwarte I und II mit jeweils 320 respektiv 62 Megawatt sowie Bleiloch mit einer Leistung von 80 Megawatt.
Laut Witschaftsminister Machnig sind die Pumpspeicherkraftwerke derzeit die beste Möglichkeit, um Spitzenlasten beim Stromverbrauch auszugleichen. Aus diesem Grund braucht die Industriegesellschaft eine moderne Infrastruktur. Genau diese muss angesichts des starken Zuwachses an erneuerbaren Energien erneuert und ausgebaut werden.
Nach Angaben von Hakes hat die Trianel GmbH in ganz Deutschland nach passenden Standorten gesucht. Die Talsperre Schmalwasser gehöre seiner Meinung nach zu den besten in der Bundesrepublik. Neben dem bereits angepeilten Standort untersucht Trianel derzeit zwei weitere in Nordrhein-Westfalen. Weiterhin sagte Hakes, dass das Projekt mit allen Beteiligten geplant und ausgeführt werden soll, dazu gehören sowohl die Kommunen der Region als auch Umweltverbände und die Tourismusbranche. Ende dieses bzw. Anfang kommenden Jahres will die Trianel GmbH das Raumordnungsverfahren einleiten. Der Baubeginn für das Projekt wurde noch nicht endgültig festgelegt, jedoch soll voraussichtlich 2015 oder 2016 damit begonnen und in spätestens 3 Jahren abgeschlossen sein.
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