Umbau im EnBW-Aufsichtsrat
Von: Deian I.Der Aufsichtsrat des Energieversorger EnBW wird umgebaut und die baden-württembergische grün-rote Koalition übernimmt dort in Zukunft die Führung. Die ausgeschiedenen Minister Helmut Rau (CDU) und Ulrich Goll (FDP) werden von den Kollegen Nils Schmid (SPD) und Staatsministerin Silke Krebs (Grüne) ersetzt. Das Staatsministerium bestätigte den Umbau am Donnerstag.
Ulrich Goll gab seinen Rückzug bereits offiziell bekannt während sich Helmut Rau noch zurück hält. Die neuen Minister erhielten von dem Ständigen Ausschuss des Landtags eine Ausnahmegenehmigung am Mittwoch. Laut Verfassung dürfen Kabinettsmitglieder eigentlich nicht Positionen in Aufsichtsräten von Unternehmen einnehmen.
Die Entscheidung, dass der ehemalige von Schwarz-Gelb nominierte Voith-Chef Hubert Lienhard weiterhin im Gremium bleiben darf, kam eher überraschend. In der Staatskanzlei hieß es allerdings, dass der Boss des Heidenheimer Herstellers von Turbinen für Wasserkraftanlagen gut zur angepeilten Neuausrichtung des ehemaligen Atomkonzerns EnBW passe. Dafür wird aber Südwestmetall-Chef Rainer Dulger den Aufsichtsrat verlassen. Sein Nachfolger ist bisher noch unbekannt.
Die Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden und Ex-Grünen-Chefin Gunda Röstel bilden bereits einen Verbund mit der grün-roten Landesregierung im Gremium. Diese Übernahmen die Posten, nachdem Wirtschaftsweise Wolfgang Franz nach dem Regierungswechsel im Südwesten auf eine Kandidatur verzichtete. Das Land Baden-Württemberg hat nun zusammen mit dem Anteilseigner OEW 10 Vertreter im Aufsichtsrat.
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