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27. February 2010, 11:49 Uhr Alter: 2 Jahre

Unions-Fraktion fällt Röttgen in den Rücken

Von: Deian I.

Noch vor wenigen Tagen fand das Krisentreffen der Koalitionsspitzen statt, jedoch wird die schwarz-gelbe Stimmung durch interne Streitigkeiten getrübt. Lieblingsthema der Koalition zur Zeit ist der Automausstieg. Dazu legte der Mittelstandsflügel der Unionsfraktion im Bundestag ein eigenes Papier vor.

 

Die Abgeordneten fallen damit ihrem eigenen Umweltminister Norbert Röttgen (CDU), sowie indirekt der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den Umweltminister wiederholt unterstützt hatte, in den Rücken. Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU) wirbt mit einem Papier für unbefristete Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland. Auch wenn der Anteil erneuerbarer Energien in den letzten Jahren erfreulich gestiegen sei, werde Deutschland den Grundbedarf an Strom zu 46 Prozent über Atomkraftwerke beziehen. Bis ein alternatives Energiekonzept realisiert werden kann müssen die Atomkraftwerke als Brückentechnologie akzeptiert werden. Laut Fuchs ist somit die Abschaltung aller 17 Kernkraftwerke bis 2030 nicht verantwortbar. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ist der selben Meinung. So sollte ein Kernkraftwerk, so lange es sicher ist, auch am Netz bleiben. Auch Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) kritisierte Umweltminister Röttgen. Dieser hält es für denkbar, dass die Kernkraft ab dem Jahr 2030 von Öko-Energien abgelöst werden kann. Dies wird vom saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) unterstützt, der einen Atomausstieg sogar bis 2022 für möglich hält.



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