Vattenfall: Mehr Strom aus Biomasse
Von: Deian I.Der Energiekonzern Vattenfall will in Hamburg mehr Biomasse zur Erzeugung von Strom und Wärme verwenden. Dafür soll in den kommenden Jahren der Einsatz von Biomasse in den Hamburger Vattenfall-Kraftwerken von heute 540.000 Tonnen auf 740.000 Tonnen pro Jahr steigen. Am Montag teilte das Unternehmen in Hamburg mit, dass auch der Bau des bereits genehmigten Holzkraftwerks am Haferweg in Altona geplant sei.
Mit einer thermischen Leistung von 17 Megawatt und einer elektrischen Leistung von fünf Megawatt soll das Kraftwerk 13.000 Wohnungen mit umweltfreundlicher Wärme heizen. Im Kohlekraftwerk Tiefstack sollen 20 Prozent Biomasse als Brennstoff beigemischt werden. Dies führt zu einer Einsparung von 30.000 Tonnen Kohle pro Jahr. Der Einsatz von Biomasse soll den Ausstoß von Kohlendioxid reduzieren. Laut Chung Min-ku, der in dem Energiekonzern für den Bereich Biomasse verantwortlich ist, ermöglicht die Biomasse eine klimaneutrale Energieerzeugung und kann in konventionellen Kraftwerken ohne große Investitionen und Veränderungen genutzt werden. Bisher betreibt Vattenfall nur zwei reine Biomasse-Kraftwerke. Konzernweit betreibt das Unternehmen 40 Kraftwerke, die meisten befinden sich in Skandinavien. Das Holz für die Anlagen soll aus der Region kommen zum Beispiel Waldrestholz oder Abfall aus der Holzindustrie. Das meiste Holz soll jedoch über den Hamburger Hafen importiert und in die Anlagen transportiert werden.
Vattenfall hat sich in den ersten Monaten dieses Jahres gut behauptet und rund 110.000 neue Kunden gewonnen. In Hamburg beträgt der Marktanteil rund 82 Prozent mit 900.000 Stromkunden.
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