VDE fordert zügigen Aufbau intelligenter Stromnetze
Von: Deian I.Intelligente Stromzähler ermöglichen den Aufbau einer intelligenten und effizienten Energie-Infrastruktur. Um den Markt die notwendigen Zeichen zu geben, sind aus der Sicht des VDE politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie zahlreiche Investitionen notwendig.
Die Forderung des Verbandes der Elektrotechnik und Elektronik (VDE) ging aus einer neuen Studie hervor. Der VDE sieht die schnelle Einführung von Smart Metering und Smart Grids als einen sehr positiven Schritt für die deutsche Wirtschaft. Wenn die Bundesregierung und der Markt schnell genug handelt würde das die deutsche Industrie in eine Führungsposition bringen. Dies wirkt sich wiederum sehr positiv auf den Export der Technologie aus. Auch die Endverbraucher profitieren von diesem Schritt, da sie in Zukunft Zugriff auf den Verbrauch und die Kosten erhält. So kann der Kunde seinen Verbrauch genau kontrollieren und Geld sparen. Mit der Einführung der intelligenten Stromzähler in deutsche Haushalte gewinnen aber auch Verbraucher- und Datenschutz weiter an Bedeutung. Deshalb müssen bundesweit einheitliche Regelungen entstehen und die Kunden müssen über die Nutzung ihrer Energiedaten informiert werden. Bereits bei der Vertragsgestaltung muss die Zustimmung über die Verwendung der Daten festgelegt werden. Für einen Smart Metering-Boom sind verschiedene Impulse von der Bundesregierung nötig. Bisher gibt es rechtliche Unsicherheit bei der Frage, ob die bisher gebauten Smart Meter überhaupt den Anforderungen der Bundesnetzagentur entsprechen. Das hat die Ursache, dass Netzbetreiber nur minimal in die neue Technik investieren.
Das Smart Metering wird weltweit immer bekannter und ist das neue Ziel für mehr Energieeffizienz. In Zukunft sollen erneuerbare Energiequellen flächendeckend ausgebaut werden, um die versprochenen Klimaziele zu erreichen. Leider führt dies zu einer unregelmäßigen Einspeisung in das Verteilnetz, da jeder Ort unterschiedlich viel Energie produziert. In manchen Bereichen entsteht sogar zu viel Energie, dies führt wiederum zu negativen Strompreisen an der Energiebörse. Bis zum Jahr 2020 sollen rund 80 Prozent der EU-Haushalte mit intelligenten Zählern ausgerüstet sein.
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