Verdi droht Energieerzeuger E.ON mit Streik
Von: Deian I.Um den Stromkonzern E.ON von seinen betriebsbedingten Kündigungen abzuhalten, droht die Gewerkschaft Verdi dem Unternehmen mit einem Streik. Damit sind die Gespräche und Annäherungsversuche der letzten Tage zwischen den beiden Unternehmen wieder Schnee von gestern.
Am Mittwoch kündigte E.ON noch an, auf die Arbeitnehmer zugehen zu wollen und sie bei der Jobsuche zu unterstützen. Auch eine Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Verdi über eine soziale Abfederung angesichts des geplanten Stellenabbaus. Der Energieexperte Sven Bergelin der Gewerkschaft Verdi sagte gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass Streiks nicht mehr ausgeschlossen werden könnten. Den Angaben des Energieexperten zufolge verlangt Verdi den Abschluss eines Tarifvertrages von E.ON, um die Beschäftigung abzusichern. Im Fall dass sich der Stromanbieter weigert, könnte es laut Bergelin in den nächsten Wochen zum Streik der Mitarbeiter kommen.
Nach der Vorlage der Halbjahresbilanz verkündete der Vorstandschef des E.ON-Konzerns Johannes Teyssen den unerwarteten und radikalen Sparkurs seines Unternehmens. Die Kosten des Unternehmens sollen um rund 1,5 Milliarden EUR gesenkt werden. Dazu werden weltweit bis zu 11.000 Arbeitsplätze gestrichen, davon sollen laut Verdi allein 60 Prozent auf Deutschland fallen. Des Weiteren wird über die Schließung von Tochterfirmen und Niederlassungen des Energieversorgers diskutiert.
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