stromklar-logo.jpg, 47kB
12. August 2011, 23:19 Uhr Alter: 284 Tage

Verdi: E.ON-Mitarbeiter sollen Jobgarantie erhalten

Von: Deian I.

Der geplante Stellenabbau von Deutschlands größten Energieversorger E.ON trifft verstärkt gegen einen Widerstand. Am Freitag sprach der Betriebsratschef des Unternehmens, Hans Prüfer, von einer "Kampfansage" an die Mitarbeiter. Derzeit sind etwa 11.000 Arbeitsplätze des Konzerns weltweit bedroht.



Nach Angaben eines Finanzagentur-Prüfers der dpa-AFX am Freitag belastete die Tatsache, dass Johannes Teyssen, der E.ON-Konzernchef, betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließe und gleichzeitig mit seinen Sozialpartnern möglichst wenig verhandeln wolle.



Am Freitag Vormittag trafen sich in der Düsseldorfer Konzernzentrale Gewerkschaftsvertreter, der SPD-Chef Sigmar Gabriel sowie der E.ON-Betriebsrat. In dem Gespräch ging es um eine Abwehrstrategie gegen den geplanten Stellenabbau. Derweilen fordert der Verdi-Vorstandsmitglied Erhard Ott, dass der Kündigungsschutz der E.ON-Mitarbeiter ausgeweitet wird. Bisher werden nur Mitarbeiter von E.ON Energie, also rund die Hälfte der Angestellten, bis Ende 2012 durch eine Vereinbarung geschützt.



Nach Angaben von Verdi sollen mehr als die Hälfte der angekündigten Streichungen auf Deutschland fallen, insgesamt wären 6.000 Arbeitsplätze gefährdet. In mehreren Zeitungsinterviews forderte der SPD-Chef Gabriel den Konzern dazu auf, seine Fehlentwicklungen nicht alleine an den Arbeitnehmern auszulassen.



Am Freitag wollte E.ON keine Details zum geplanten Stellenabbau nennen. Nach Angaben der Gewerkschaft wird mit bis zu 2.000 gefährdeten Arbeitsplätzen in Bayern gerechnet. Derzeit sind im Freistaat rund 8.000 Menschen, davon etwa 400 in der Zentrale der Tochter E.ON Energie, beschäftigt, die laut Verdi komplett geschlossen werden soll.



Auch bei E.ON-Ruhrgas in Essen wird mit Einschnitten gerechnet. Laut der "WAZ"-Mediengruppe wird sich das Geschäft des Unternehmens nur noch auf den Gashandel beschränken. Etwa 200 Mitarbeiter aus dem Bereich Exploration und Förderung sollen entlassen werden. Weiterhin prüft E.ON, die Gasnetz-Gesellschaft Open Grid Europe mit rund 1.800 Mitarbeitern zu verkaufen.



Ähnliche Nachrichten:

Stromanbieterwechsel

Ratgeber

Stromvergleich

Strommarkt-News

Impressum

Linktipps