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10. May 2010, 12:36 Uhr Alter: 121 Tage

Verkauf der Berliner Gasag gescheitert

Von: Deian I.

Laut einem Zeitungsbericht ist der Verkauf der Berliner Gasag, dem größten regionalen Gasversorger Deutschlands, vorerst gescheitert. Die "Berliner Zeitung" berichtet, dass die beiden Energiekonzerne E.ON und Vattenfall ihr Verkaufsangebot zurückgezogen haben. Ein Sprecher von Vattenfall sagte dem Blatt, dass das gemeinsame Verkaufsverfahren mit E.ON beendet sei. Laut Verhandlungsteilnehmer scheiterte der Verkauf wegen dem Preis sowie der Finanzkrise. Der Berliner Gaskonzern machte bislang keine Angaben zum Bericht.

 

Vattenfall und E.ON halten zusammen die Mehrheit an der Gasag. Demnach besitzt E.ON über seine Tochter E.ON Ruhrgas 36,9 Prozent der Anteile, während Vattenfall 31,6 Prozent besitzt. Der Rest gehört dem französischen Energieriesen Gaz de France (GDF), der auch an einer Übernahme der Mehrheit interessiert war. Laut Angaben aus Verhandlungskreisen haben die Franzosen lediglich für den E-ON-Anteil geboten. Vattenfall-Sprecher Hannes Hönemann gestand, dass die Finanzkrise vielen Unternehmen die Kreditaufnahmen für Übernahmen erschwere. Der Vattenfall-Sprecher sagte weiter, dass es bisher keine Entscheidung über einen Verkauf der Gasag gäbe. E.ON und Vattenfall wollten laut der "Berliner Zeitung" mindestens 700 Millionen Euro von dem Verkauf einnehmen. Der zum Schluss übrig gebliebene Interessent Thüga, Deutschlands fünftgrößter Energiekonzern, habe aber deutlich weniger geboten.

 

Der Konzern Gasag versorgt rund 650.000 Kunden in Berlin und der Umgebung mit Gas und hatte 2009 einen Umsatz von 1,14 Milliarden Euro.



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