Versorger-Fusion in Chemnitz scheinbar nicht möglich
Von: Deian I.Für die Fusion der Stadtwerke Chemnitz und der Erdgas Südsachsen GmbH hat die Chemnitzer FDP bisher 5.000 Stimmen für eine Bürgerentscheid gesammelt. Für die Fusion sind allerdings doppelt so viele, also 10.000 Stimmen, notwendig. Derweilen fürchten sich die Bürger vor steigenden Preisen.
Dies bestätigte auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Stadtrat, Dieter Füsslein, am Donnerstag in Chemnitz. Die notwendigen Stimmen müssen spätestens am Montag beim Einwohnermeldeamt eingereicht werden.
Für die FDP ist die die Entscheidung über die Zukunft der kommunalen Energieversorgung eine sehr wichtige Angelegenheit, die auch von den Bürgern bestimmt werden sollte. Laut Füsslein fürchten viele, dass mit dem Vollzug der Fusion der Gasanbieter die Wasser- und Fernwärmepreise steigen werden. Sollten genug Stimmen gesammelt werden wäre dies der erste Bürgerentscheid in der Stadt seit der Abstimmung über die Umbenennung von Karl-Marx-Stadt in Chemnitz vor mehr als 20 Jahren.
23. Juni stimmte der Stadtrat mehrheitlich für eine rückwirkende Fusion der beiden Gasanbieter zum 1. Januar gestimmt. Die Stadt Chemnitz und der Zweckverband Gasversorgung in Südsachsen sollen je 25,5 Prozent des neuen Unternehmens besitzen, die Thüga AG 39,85 Prozent und die envia Mitteldeutsche Energie AG 9,15 Prozent. Der Unternehmenssitz soll in Chemnitz sein.
Derzeit wird die Unterschriftenaktion von Bündnis 90/Grüne und einigen Wohnungsunternehmen unterstützt. Die Chemnitzer Greenpeace-Gruppe kündigte am Donnerstag an, dass sich in den nächsten Tagen an Unterschriftensammlungen beteiligen werden.
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