Wetter regelt die Heizung
Von: Deian I.Siemens-Wissenschaftler haben ein System zur Gebäudeautomation entwickelt, dass je nach Wettervorhersage und aktuellen Wetterdaten die Heizung regelt und die Belüftung steuert.
Wenn warme Temperaturen vorhergesagt werden, schaltet sich die Heizungsanlage ab, um Energie zu sparen. Auf der Monte-Rosa-Berghütte in der Schweiz läuft derzeit der Praxistest. Bisher konnte dort rund ein Drittel der Energiekosten dank der intelligenten Heizungsregelung eingespart werden. Demnächst soll das System auch in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Sporthallen oder Krankenhäusern oder Büros zum Einsatz kommen. Die erhaltenen Daten von der Berghütte werden die Forscher nutzen, um das System zu verbessern.
Die Berghütte befindet sich oberhalb des Ortes Zermatt auf 2883 Meter Höhe. Der Strom für die Berghütte wird von einer Solaranlagen geliefert, die sich an den Außenflächen des Gebäudes befindet. Die Regelungstechnik regelt das System automatisch alle 15 Minuten nach dem Wetter. Darüberhinaus kann die Hausautomatik mit Hilfe der Kombination aus Wetterprognose, den Vorgaben der Bewohner sowie den Messwerten für die Innen- und Außentemperatur die optimale Temperatur des Heizungswassers berechnen. Dies führt zu höheren Einsparungen als bei herkömmlichen Anlagen. Die Wetterprognose ist das Neue an dem System. Dabei werden die Daten von Satelliten geliefert, die etwa zwei Kilometer genau die örtlichen Wetterdaten liefern. In Zukunft sollen die Daten über das Internet in den Gebäuden zur Verfügung gestellt werden.
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