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21. February 2010, 14:31 Uhr Alter: 2 Jahre

Windenergiebranche steht vor Strukturwandel

Von: Deian I.

Laut einer Roland-Berger-Studie steht die Windenergiebranche vor einem Strukturwandel. Die Studie sagt aus, dass die Hersteller wachsen und effizienter werden müssen, damit die Branche der Übergang zur Massenindustrie ohne Probleme gelingt.

 

Im Windenergiemarkt waren bisher nur Pionierunternehmen aktiv. Die Branche steht vor einem Strukturwechsel, indem die Marktstruktur sich immer mehr verändert. Die Folgen wirken sich dementsprechend auf Hersteller und Zulieferer aus. Das Engagement der Stromanbieter wird immer größer, da diese ihren Energiemix mit der Windkraft erweitern. Somit kommen immer mehr und immer größere Projekte hinzu, die einen Druck auf Hersteller ausüben, die wiederum Kosten senken müssen. Zur Kostensenkung kommt der Konkurrenzkampf mit neuen Anbietern, die auf den Markt eindringen und zu Überkapazität führen kann und bereits geführt hat. Eine Konsolidierung der Branche ist laut der Studie von Roland Berger Strategy Consultants unumgänglich. Demnach müssen Hersteller lernen, effizienter zu arbeiten und Kosten zu senken um sich auf dem Markt zu behaupten. Neben den Herstellern müssen sich auch die Zulieferer dementsprechend anpassen.

 

Laut Studienautor Manfred Hader sind die Windkraftanlagenbauer im Moment noch eine sehr heterogene Gruppe. Diese Gruppe besteht zu 50 Prozent aus reinen Windenergie Pionieren, die den Markt unter sich aufteilen, sowie mehreren regionalen Firmen und traditionellen Maschinenbauunternehmen, die ihren Marktanteil durch Zukäufe ausbauen. Manfred Hader behauptet, dass der Markt in Bewegung ist und sich in den kommenden Jahren völlig neu strukturieren wird. Der Hauptfaktor dafür ist die wachsende Nachfrage von großen Energieversorgern. Diese erweitern ihre Windparks mit Energiemix um den CO2-Ausstoß zu sinken und den steigenden Preisen für fossile Rohstoffe entgegen wirken wollen. Die großen Energieversorger schließen mit einzelnen Herstellern Rahmenvereinbarungen ab, um die Wertschöpfungskette zu standardisieren. Durch dieses Verfahren steigt der Wettbewerb zwischen den Herstellern und gleichzeitig der Druck die Preise zu senken, um mehr Verträge und Projekte zu erhalten. In China entstanden in den vergangenen Jahren viele Neue Hersteller von Windkraftanlagen, die mit niedrigen Preisen auf dem Weltmarkt drängen. Die Experten sind sich einig, dass sich die Windkraftanlagen-Branche zu einer klassischen Industrie entwickeln muss, damit alle von dem Geschäft profitieren können. Hersteller und Zulieferer müssen besser zusammenarbeiten, um dem Wettbewerb gerecht zu werden. Die Zulieferer müssen die Hersteller durch Standardisierungen und Modolarisierungen sowie niedrigere Kosten unterstützen. Nur so können auch die Hersteller ihre Preise senken und dadurch mehr Aufträge erhalten.



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