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13. December 2011, 19:58 Uhr Alter: 161 Tage

Zahlreiche Unternehmen beantragen Befreiung von Stromnetzgebühr

Von: Deian I.

Einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" zufolge wollen immer mehr Betriebe die Chance nutzen und sich von der Stromnetzgebühr befreien lassen, um weniger für ihren Strom zu zahlen. Bei dem Artikel beruft sich die Zeitung auf die Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums.



Die grüne Bundestagsabgeordnete Ingrid Nestel forderte eine Erklärung bezüglich der Situation. Demnach sind bereits 159 Einträge bis Anfang Dezember beim zuständigen Ministerium eingegangen. Damit übertrifft die Anzahl bereits jetzt die Erwartungen der Industrieverbände, die von nur 20 Unternehmen ausging.



Mit der Befreiung energieintensiver Unternehmen werden die Strompreise für Privathaushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen erneut steigen, da diese nicht von der Befreiung der Stromnetzgebühren profitieren können. Die "kleinen" Stromkunden müssen vielmehr die Rechnungen der großen Konzerne zahlen, die früher oder später in Form einer weiteren Umlage erscheinen wird. Aus diesem Grund wurde die neue Stromnetzentgeltverordnung von Verbraucherschützern und Industrieverbänden stark kritisiert. Mittelstandsbetriebe, die in den vergangenen Jahren ihren Energieverbrauch reduzierten, müssen nämlich nun mehr zahlen.



Im Rahmen der neuen Gesetzgebung bezogen auf den Atomausstieg wurde die neue Stromnetzentgeltverordnung von der schwarz-gelben Regierungskoalition verabschiedet. Mit der Entscheidung wollte die Regierung scheinbar der stromintensiven Industrie entgegenkommen, deren internationale Wettbewerbsfähigkeit durch die hohen Strompreise gefährdet ist. Dieses Problem betrifft allerdings nun die kleinen Unternehmen.



Laut der Verordnung werden Unternehmen, die mehr als 10 Millionen Kilowattstunden pro Jahr und mehr als 7.000 Stunden Strom beziehen, komplett von der Zahlung der Netzentgelte befreit werden. Derzeit ist nicht bekannt, wie sich diese Regulierung auf die Strompreise für Normalverbraucher auswirken wird - es sei allerdings gesagt, dass diese sicherlich nicht sinken werden.



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